Hameln-Pyrmont (HW). Die in Aussicht gestellte Super-Leitstelle an der Hamelner Ruthenstraße schlägt weiter hohe politische Wellen. Geharnischte Kritik an Landrat Rüdiger Butte (SPD) hat gestern Abend Otto Deppmeyer in Hessisch Oldendorf geübt. Der Vorsitzende der Christdemokraten im Landkreis Hameln-Pyrmont unterstellte dem Chef der Kreisverwaltung, das Projekt gefährdet zu haben, „weil er damit Wahlkampf gemacht hat“. Butte habe über die Annahme eines Geschenks geplaudert, „das er nicht hat“, sagte der heimische CDU-Landtagsabgeordnete vor 126 Mitgliedern in der Stadthalle. Dieses Geschenk habe Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) jedoch Hameln und dem Landkreis machen wollen.
Vor sieben Jahren sei die Leitstelle geplant worden. Aber schon bei der Umsetzung habe es Butte nicht geschafft, mit seinem Holzmindener Kollegen Walter Waske (SPD) Einvernehmen herzustellen. „Dieses Einvernehmen erreichten erst die Kreistage Holzminden und Hameln-Pyrmont. Und auch bei dem Versuch, die Landkreise Schaumburg und Nienburg mit ins Boot zu holen, ist er gescheitert“, teilte Deppmeyer in Richtung Landrat aus. Den Mitgliedern versicherte der Kreisvorsitzende: „Alle, die in der CDU Verantwortung tragen, werden darum kämpfen, dass die Leitstelle nach Hameln kommen wird.“ Zwar sei nach den Worten des Landespolitikers dieses Unterfangen durch Buttes Agieren schwieriger geworden, „aber ich hoffe sehr, dass er es uns nichts versaut hat.“