23.02.2012 02:05
 Startseite   Kontakt 
Impressum   
 Otto Deppmeyer
 











Presse
23.12.2010, 13:46 Uhr | Deister- und Weserzeitung vom 23.12.2010 Übersicht | Drucken
Erste Gemeinden planen Oberschulen

Rund 40 Kommunen wollen Haupt- und Realschulen zusammenlegen


Hannover. Das Gesetz zur neuen Oberschule ist zwar erst in der Beratungsphase - dennoch haben schon jetzt zahlreiche niedersächsische Gemeinden die Absicht geäußert, zum 1. August 2011 die neue Schulform einführen zu wollen. "Mir liegen zahlreiche Interessenbekundungen von Schulträgern vor", sagt der stellvertretene Fraktionsvorsitzenden der CDU im Landtag, Karl-Heinz Klare. Der Bildungspolitiker rechnet mit rund 200 Oberschulen zum nächsten Schuljahr.
Zu den Oberschul-Kandidaten der ersten Stunde zählt der Ort Dorum im Landkreis Cuxhaven. In der jüngsten Kreistagssitzung hat die CDU-Mehrheit die Kreisverwaltung beauftragt, wegen der Gründung einer Oberschule mit gymnasialen Zweig bis Klasse 10 beim Kultusministerium vorstellig zu werden. "Wir haben das Problem, dass Gymnasiasten  jeden Tag mit dem Zug nach Wesermünde in Bremerhaven  fahren müssen", sagt die Landtagsvizepräsidentin Astrid Vockert (CDU), zu deren Wahlkreis Dorum gehört. Vockert hat keinen Zweifel, dass die Gemeinde die Voraussetzungen zur Gründung einer Oberschule erfüllen wird. Die Planungen der Regierungsfraktionen sehen vor, dass die Oberschulen 52 Schüler je Jahrgang garantieren müssen, bei einem gymnasialen Zweig bis Klasse 10 liegt die Mindestzahl bei 79 Schülern.
In nahezu allen niedersächsischen Landkreisen finden sich Gemeinden, die bestehende Haupt- und Realschulen zu einer Oberschule zusammnlegen und um einen gymnasialen Zweig erweitern möchten - vom Landkreis Leer (Uplengen) über Oldenburg (Hude) und Diepholz (Bassum, Barnstorf) bis nach Holzminden (Bodenwerder) und Osnabrück (Alfhausen). Die Begründungen der Kommunalpolitiker ähneln sich: "Die Schülerzahlen gehen stark zurück", sagt Uwe Duchow (CDU), sellvertretener Bürgermeister von Alfhausen. "Um Schülern das nötige Spektrum an Lerninhalten bieten zu können, müssen wir bündeln, was wir haben".
Für die Landtagsopposition sind solche Interessenbekundungen kein Beleg für die Akzeptanz der neuen Schulform. "Die Oberschule ist der Strohhalm, nach dem verzweifelte Schulträger greifen", sagte Frauke Heiligenstadt (SPD)




aktualisiert von Walter Klemme, 24.12.2010, 13:09 Uhr

  Ältere Artikel finden Sie im Archiv.
Impressionen
News-Ticker
Presseschau
Termine
CDU Landesverband
Niedersachsen
Ticker der
CDU Deutschlands
Newsletter abonnieren
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden!
Ihre E-Mail Adresse:

 
 
   
0.76 sec. | 14773 Visits