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Presse
02.10.2017, 12:11 Uhr | Deister- und Weserzeitung / Ernst August Wolf Übersicht | Drucken
Hummebrücke problemlos erobert
Kaum Gegenwehr aus Klein Berkel beim "Scharmützel" der 312. Hamelner Grenzbeziehung


Dewezet / 2.10.2017

Hameln

Von Ernst August Wolf
Wenn es um die Verteidigung ihrer Grenzen geht, fürchten die Hamelner weder Tod noch Teufel. Und schon gar nicht ein bisschen Wasser. Das hatte sich zu Beginn der 312. Grenzbeziehung von oben auf die Teilnehmer ergossen und versperrte zudem an der Hummebrücke als von der Jugendfeuerwehr Klein Berkel errichtete „Regenwand“ den Grenzbeziehern den Weg.



Foto

Wo aber früher heftige „Scharmützel“ stattfanden, genügten diesmal fünf lautstarke Böllerschüsse aus einer der drei vereinseigenen, über 100-jährigen Kanonen um die „Barchusener“ unter der Führung des stellvertretenden Ortsbürgermeisters und Chef des „Heimat- und Kulturrings Barchusen“, Hans Wilhelm Güsgen, zur Aufgabe zu zwingen. „Unsere Frauen lässt ihr aber in Ruhe“, bat der den Anführer der Hamelner Grenzbezieher, Werner Sattler. Was gleich darauf bei einigen Schluck Schnaps besiegelt wurde.

Das Zusammentreffen an der Talstraße war der erste Höhepunkt der diesjährigen Grenzbeziehung. Die wird seit vielen Jahrzehnten vom 1930 gegründeten „Verein für Grenzbeziehung und Heimatpflege“ organisiert. Früher eine reine Männerdomäne dürfen seit 24 Jahren auch Frauen mit dabei sein. „Unsere „Frauen ohne Grenzen“ feiern im kommenden Jahr ihr 25. Jubiläum“, so Werner Sattler, der pünktlich um acht Uhr in der Früh an der Spitze des Musikzuges mit Standartenträgern und klingendem Spiel auf den Platz vorm Hochzeitshaus einmarschiert war. Zeremonienmeister Volker Sterner hatte alles penibel vorbereitet und so konnte der Präsident nach einigen zackigen Kommandos die zahlreich erschienen Polit-Prominenz samt Oberbürgermeister begrüßen. „Das ist eine Kultveranstaltung, in der wir das Brauchtum pflegen“, so Claudio Griese, „und wir Niedersachsen sind ohnehin sturmfest und erdverwachsen, da macht uns ein kräftiger Regenschauer nichts aus.“

Mit dabei neben der Bürgermeisterin Karin Echtermann, den Kandidaten zur Landtagswahl Dirk Adomat und Martin Brüggemann auch der scheidende Landtagsabgeordnete Otto Deppmeyer und sein erneut kandidierender Kollege Ulrich Watermann. Auch die noch amtierenden Bundestagsabgeordneten Gabriele Lösekrug-Möller und Michael Vietz und der neu gewählte Parlamentarier Johannes Schraps ließen sich die von Klängen der Feuerwehrmusikzüge aus Bisperode und Tündern begleitete Tageswanderung entlang der westlichen Stadtgrenze nicht entgehen.

Auch die Freunde und Förderer der Grenzbegehung zeigten Flagge. So die heimischen Kreditinstitute, die Stadtwerke und viele Sponsoren aus der Wirtschaft. 

Eigens für den Nachwuchs haben Sattler und seine Heimatfreunde Medaillen prägen lassen. „Für die erste Teilnahme Bronze, die zweite Silber und die dritte Gold“, so der Präsident. Aber nicht nur das Brüderpaar Klaus (6) und Klaas (10) war mit ihrer Mutter Julia wieder dabei, auch der siebenjährige Finn und seine zwei Jahre ältere Schwester Leonie zeigten stolz ihre Medaillen vor. Aus Berlin war sogar der 85-jährige Udo Götze zur Hochzeitshausterrasse gekommen. „Ich war noch dabei, als uns Bärte angemalt wurden“, erzählte der und zog einige alte Fotos aus der Frühzeit der Hamelner Grenzbeziehung hervor.

Auf das „Scharmützel“ an der Talstraße folgte die Frühstücksrast auf dem Festplatz in Klein Berkel, ehe die Truppe auf dem alten Grenzweg in Richtung „Ostermanns Pfahl“ weitermarschierte. Nach einer ausgiebigen Mittagsrast im Jugendgästehaus Finkenborn folgte dann der Abstieg zur Stadt, wo am Spätnachmittag die siegreiche „Verteidigung der Grenzen“ und deren „Inspektion“ noch einmal begossen wurde.

Foto: eaw
Den kleinen „Grenzkonflikt“ in Klein Berkel legten Hans Wilhelm Güsgen (li) und Werner Sattler schnell friedlich bei. 



aktualisiert von Walter Klemme, 02.10.2017, 12:15 Uhr

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