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23.09.2011, 09:25 Uhr
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Rechnungshof rügt: Wir haben zu viele Lehrer
Hannover. Der Landesrechnungshof, die oberste Finanzbehörde des Landes, ermahnt den Landtag zu mehr Sparsamkeit. Es sei nicht einzusehen, warum nicht bei den Lehrerstellen gekürzt werde, sagte Präsident Richard Höptner am Mittwoch in seiner Stellungnahme zum neuen Haushaltsplanentwurf der Landesregierung. "Ist bildungspolitisch wirklich nicht vertretbar, was haushaltswirtschaftlich geboten ist, nämlich: weniger Schüler, weniger Klassen, weniger Lehrkräfte?", fragte Höptner in seinem Vortrag im Haushaltsausschuss des Landtags.
Höptner erinnerte daran, dass das Kultusministerium noch im April 2010 von einem Abbau an Pädagogen gesprochen hatte. Wegen der rückläufigen Schülerzahlen könnten im Jahr 2012 insgesamt 630, im Jahr 2013 sogar 840 Lehrerstellen gekürzt werden. In den neuen Stellenübersichichten zum Haushaltsplan werde jetzt aber deutlich, dass die Regierung diese Kürzung nicht vornehmen wolle. Das Ministerium brüste sich nun sogar damit, über den Bedarf neue Lehrer einzustellen, um auf kommende Pensionierungswellen gut vorbereitet zu sein. "Haushaltspolitisch halten wir das für verfehlt", betonte Höptner.
Nach Ansicht des Rechnungshofes besteht tatsächlich die Chance, künftig auch mit weniger Lehrern auszukommen. Zum einen sei der doppelte Abiturjahrgang bewältigt, damit entspanne sich die Situation an den Gymnasien. Zum anderen mache sich der Geburtenrückgang auch in den Grundschulen bemerkbar.
23.09.2011, 10:01 Uhr |
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